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Dynamic Pricing: Auch für die Freizeitbranche geeignet?

23. Juli 2019 von Natalja Garmonov

82_Dynamic-Pricing-in-der-FreizeitbrancheWer schon einmal einen Flug oder ein Hotel online gebucht hat, der weiß, dass man das idealerweise früh genug machen sollte. Je länger man damit wartet, desto teurer werden in der Regel die Preise. Diese dynamische Preisgestaltung, die in der Hotellerie und bei Fluggesellschaften ein Industriestandard ist, will nun auch die Freizeitbranche für sich nutzen.

Allerdings unterscheidet sich das Freizeitgeschäft vom Flug- und Hotelgewerbe: Bei letzteren buchen wir bereits lange im Voraus. Kunden, die allerdings eine Tour oder eine Aktivität, z.B. einen Besuch im Kletterpark, buchen möchten, tun dies meist 72 Stunden vor dem geplanten Termin. 40 Prozent der Buchungen werden sogar am selben Tag getätigt.

 

Was ist Dynamic Pricing?

Einfach gesagt bedeutet “Dynamic Pricing”, dass Sie Ihre Preisgestaltung individuell anpassen können, um auf die Nachfrage der Kunden zu reagieren. Je höher die Nachfrage, desto höher ist in der Regel auch der Preis.

Nehmen wir das Beispiel in der Hotellerie: In der Hauptsaison – zur Ferienzeit – buchen viele Familien ihren Urlaub. Da die Ferienzeit auf bestimmte Wochen im Jahr begrenzt ist und hier die Nachfrage sehr hoch ist, werden die Preise für die Zimmer in dieser Zeit erhöht. In der Nebensaison werden die Zimmerpreise hingegen wieder gesenkt, sodass auch hier die Auslastung konstant hoch bleibt.

Auch die Freizeitbranche hat bereits Beispiele für dynamische Preise: Hierzu zählen saisonale Tickets, Gruppen- und Frühbucherrabatte.

Da die Umsetzung einer dynamischen Preisgestaltung gut durchdacht sein sollte, geben wir Ihnen ein paar Tipps.

 

Weniger ist mehr

Das wichtigste, was Sie beachten sollten ist, dass Sie Ihre Kunden mit Ihrer Preisgestaltung nicht irritieren und vor allem nicht verärgern. Tägliche oder gar stündliche Preisänderungen sollten Sie aus diesem Grund vermeiden, insbesondere wenn Sie auf Empfehlungen oder Online-Bewertungen angewiesen sind. Testen Sie verschiedene Zeitspannen aus, um den besten Preisänderungs-Rhythmus für Ihr Unternehmen zu finden.

 

Spielt das Wetter mit?

Saisonale Preise sind für viele Outdoor-Touranbieter bereits gängige Praxis. Denn: Bei kälteren Temperaturen unternehmen die wenigsten z.B. eine Segway-Tour, eine Stadtführung oder besuchen den Kletterpark im Freien. Wenn das Wetter nicht mitspielt, fehlen Ihnen an diesem Tag die nötigen Buchungen. Um auch für regnerische Tage vor zu sorgen, können Sie Ihre Preise wetterbedingt anpassen.


Wissen, wer kommt

Bei kurzfristigen Buchungen, wie es bei Freizeitaktivitäten oft der Fall ist, ist es schwer sein Personal richtig einzuteilen. Werden mehr Buchungen als erwartet getätigt, sollte stets ausreichend Personal zur Verfügung stehen. Kommen hingegen weniger Besucher als geplant, bringt die volle Personalbesetzung unnötig hohe Kosten mit sich.

Um dieser Ungewissheit entgegen zu wirken, ist es wichtig, dass so viele Buchungen wie möglich bereits im Vorfeld eingehen. Das gelingt Ihnen z.B. mit Frühbuchertarifen. Geben Sie Ihren Kunden einen Preisnachlass, wenn diese bereits einen Monat vor dem geplanten Termin ihre Tour o.Ä. buchen.

 

Die Kunden stets im Auge haben

Wie Sie sehen, ist Dynamic Pricing auch in der Freizeitbranche anwendbar. Natürlich hat jedes Unternehmen das Ziel seinen Umsatz zu erhöhen. Achten Sie bei der Anwendung jedoch darauf, dass Sie Ihre Kunden mit der dynamischen Preisgestaltung nicht verjagen. Eine Preisänderung Ihres Angebots sollten Sie bei Nachfragen zu jederzeit erklären können.

 

 

Topics: Marketing, Freizeit & Erlebnisse

Veröffentlicht am 23. Juli 2019 und zuletzt aktualisiert am 23. Juli 2019

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